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Adel

Adel

Adel verpflichtet (Noblesse oblige) so steht es auf dem Spruchband des Wappens rechts. Der Adelstitel bezeichnete und bezeichnet noch immer den Rang eines Adligen in der jeweiligen gesellschaftlichen Hierarchie. Viele Adelstitel waren ursprünglich Funktionsbezeichnungen. Ich beschränke mich hier auf Europa im Mittelalter und in der Neuzeit. Vom Adelstitel ist die Anrede zu unterscheiden. Adelstitel gehören seit Ende des Ersten Weltkriegs 1918 in Deutschland und Österreich der Vergangenheit an. Sie wurden in Deutschland 1919 durch die Weimarer Reichsverfassung abgeschafft und durch Landesrecht als Bestandteil des Nachnamens überführt. In Österreich wurde die Führung, auch als Namensbestandteil, verboten! Im kaiserlichen Deutschen Reich wurde am 12. November 1918 an Kurt von Kleefeld (1881-1934) der letzte Adelstitel verliehen. Von Kleefeld hatte allerdings keine Nachkommen. Derzeit (im Oktober 2008) gibt es weltweit noch 44 real existierende Staaten mit einer Monarchie. 43 davon sind offiziell von den Vereinten Nationen (UN) anerkannt. (Quelle: Der grosse Titelberater)

Adelstitel gefragter denn je.

Obgleich in der BRD seit 1919 abgeschafft und in Österreich gar komplett verboten sind Adeltitel nach wie vor eine begehrte "Ware". Ob nur ein kleines von zwischen Vor- und Nachname oder gar der Grafentitel oder Prinz - je nach Geldbeutel lassen sich diese Wünsche realisieren. Am billigsten kommt man zu seinem Wunschtitel bzw. Namen bei Ebay. Allerdings dienen die dort regelmäßig vertickerten wunderschönen Titel nebst genauso wunderschönen Wappen eigentlich nur als Wandschmuck, wenn der Inhaber längere Gespräche mit dem Staatsanwalt vermeiden möchte. Real führbare Titel sind nur durch Erhebung in den Adelsstand, Geburt, Heirat oder Adoption zu bekommen. Punkt 1 und 2 scheiden in unserer Republik schon mal aus. Wer Punkt 3 oder 4 wählt, sollte dies entweder in aller Stille oder richtig mediengerecht durchführen. Die Lachnummer von Prinz Ferfried "Foffi" von Hohenzollern mit "Aschenputtel" Tatjana Gsell dürfte wohl noch allen in bester Erinnerung sein. Hier wurde aus "Adel verpflichtet" wohl eher "Adel vernichtet", nämlich das Ansehen der hochwohlgeborenen Personen in der Bevölkerung und Öffentlichkeit. Ein anderer, dem Verfasser wohl bekannter Prinz, Sproß eines uralten Adelsgeschlechtes, lehnte ein Heiratsangebot mit einer lebenslangen monatlichen Apanage von 500 Euro mit der lapidaren Begründung ab: "Was soll ich mit 500 Euro, da kann ich ja grad einmal im Monat essen gehen". Das ist wahre Aristokratie wenn man bedenkt, daß besagter Prinz seit längerer Zeit zum Kreis der Hartz IV Empfänger gehört, 200 000 Euro Schulden sein eigen nennt und eine eidesstattliche Versicherung abgegeben hat. Unter der Internetadresse adelstitel.us bietet ein echter deutscher Graf seine Dienste an. Interessant ist auch die Seite der Tempelritter O.S.K.T.M. (redNK)

 

 

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