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Deutschland
"Jedoch der schrecklichste der Schrecken das ist der Mensch in seinem Wahn." (aus "Das Lied von der Glocke 1799 von Friedrich Schiller)
Kein geringerer als der große deutsche Dichter Friedrich von Schiller schrieb diesen Satz im Gedicht "Das Lied von der Glocke" veröffentlicht im Jahre 1799. Ein Satz, den man wohl unbesehen und ohne Zensur auf die heutige Zeit übertragen kann. US-Imperialismus inklusive Guantanamo Bay, Kriege überall und nun auch noch die sogenannte "Weltwirtschaftskrise". Wir alle fragen uns derzeit wohl, wie ist so etwas überhaupt möglich? Massive staatliche Aufsicht und Kontrollen - all dies hat offensichtlich versagt. Die menschliche Gier und das Spekulantentum sind eine gefährliche Mischung. Wenn eine solche "Bombe" hochgeht, werden mit einem Schlag ganze Volkswirtschaften wie z.B. Island ruiniert. Und sofort kommt aus der Politik der Ruf nach neuen und schärferen Gesetzen. Unsere Kanzlerin Frau Dr. Merkel meint gar, es müsse weltweit ! der Handel mit Finanzprodukten geregelt werden. Aber braucht es das wirklich? Ich meine, es gibt mehr als genug Gesetze und Sanktionsmöglichkeiten. Das Zauberwort heißt einfach: Anwenden. Solange die Betrugs- Creme de la Creme der deutschen und internationalen Wirtschaft weiterhin frei herumläuft und sich selbst für ihr Versagen auch noch mit Champagnerpartys und Luxushuren/-uhren belohnt, wird sich wohl auch mit neuen überflüssigen Gesetzen nichts ändern.
Foto: Der legendäre Opel "Laubfrosch"
Zum Abschluss ein kleines aktuelles Beispiel: Wenn Sie beispielsweise im Versandhandel kaufen und bereits bei der Bestellung wissen, daß sie den Kaufpreis nicht bezahlen können, machen Sie sich des Betrugs nach § 263 StGB strafbar, ein sog. Eingehungsbetrug. Ist der Geprellte sauer, kriegen Sie Ärger mit dem Staatsanwalt obendrein. Gleiches gilt übrigens für den Diebstahl einer Dose Bier bei DIDL oder anderen Discountern. Hier bekommen Sie noch das große Programm mit Streifenwagen etc. dazu. Gnadenlos, denn Ordnung muß sein. Kauft aber eine offensichtlich größenwahnsinnig gewordene Unternehmerin ein anderes, dreimal so großes Unternehmen wie das Eigene auf und kann dann nicht bezahlen, so soll der Staat mit Hinweis auf evtl. gefährdete Arbeitsplätze in die Pflicht genommen werden. Warum zieht diese Superfrau nicht ihr eigenes, riesiges Vermögen zur Finanzierung heran? Warum erfolgte der Kauf überhaupt? Alleine der Gedanke an staatliche Hilfe ist für mich pervers. Denn das riesige, auf etwa 6 Milliarden Euro geschätzte, schwer erarbeitete (oder besser zusammengeraffte) Privatermögen ist doch wohl auch durch die Mithilfe der Mitarbeiter erst entstanden. Eine Symbiose also, da das Eine ohne das Andere nicht machbar ist. In diesem Falle wohl eher eine "temporäre Symbiose".
Auch die ADAM OPEL AG - deutsches Traditionsunternehmen, seit 1929 als Aktiengesellschaft (Autobau seit 1898) und seit 2005 als GmbH ist in den Strudel der sog. Weltwirtschaftskrise geraten und in den Kassen der Autobauer herrscht Ebbe. Mehrere Milliarden werden dringend benötigt. Da kommt doch so eine "Weltwirtschaftskrise" geradezu wie gerufen, oder? Auch so ein netter Begriff wie "Trittbrettfahrer" kommt mir dabei in den Sinn. Aber: ein Schelm der Böses dabei denkt. Ein Bericht von Norbert Kattner
PS: Beim Schreiben dieses Artikel fiel mir eine neue Wortschöpfung ein: Wie wäre es denn mal mit Sozialverbrecher(in) des Jahres?
Andere Meinungen zu diesem Thema:
Gelesen bei hartgeld.com am 22.02.2009
Na, was glauben Sie was die Politik beherrscht?
Fazit = Wir haben Politiker, die eigentlich wegen Betrug angeklagt werden müssten, jedenfalls nach dem Privatrecht! Seit Kriegsende nehmen sie Milliardenkredite auf verpulfern und verschenken das Steuergeld weltweit und zahlen nie einen Pfennig zurück! Noch schlimmer haben es die Politiker als Aufsichtsräte in den Landesbanken getrieben! Den wertlosesten Schrott haben sie den lieben Freunden in Israel und USA für sündteures Geld abgekauft. Schulden resultieren deswegen in dreistelliger Milliardenhöhe, die noch schamhaft geheimgehalten werden. Schlimmer hat nicht mal der Sohn von der Frau Knobloch als CEO bei der Hypo gewütet! Und die völlig Unfähigen haben jetzt auch noch Banken übernommen, angeblich um diese zu retten!
Das ist etwa so, wie wenn sie mit einer schweren Planierraupe in ihrem Garten spazierenfahren und hoffen alles wird schöner!
Unser neues Geld?
Gelesen bei Handelsblatt.com am 15.02.2009
Na, was glauben Sie was die Politik beherrscht? Europäer schmieden Krisenplan
Fazit = Nach dem das Kind in den Brunnen gefallen ist, versucht man einen gemeinsamen Nenner für einen Deckel zu finden. Die unfähigen Politiker brauchen noch nicht einmal einen Plan dafür, denn die Krise hat die ganzen Vermögen bereits gelöscht und vernichtet. Und die nächste Krise kommt beim besten Willen nicht vor 80 Jahre. Was kommt sind die Tiefststände der Pleite. Hungersnöte und Revolten und wahrscheinlich kommen auch Jagdszenen für Politiker. Europäer schmieden Krisenplan
Sie haben einen Nenner gefunden: Die europäischen Mitglieder der G20-Gruppe haben sich auf Vorschläge für eine lückenlose Aufsicht über die globalen Finanzmärkte verständigt. Ziel ist es, eine Wiederholung der Finanzkrise zu vermeiden.
Europa macht bei der angestrebten Neuordnung der Finanzmärkte Druck und will im Kampf gegen die Krise eine führende Rolle übernehmen. Die Staats- und Regierungschefs wichtiger EU-Länder vereinbarten bei ihrem Treffen am Sonntag in Berlin konkrete Schritte für mehr Transparenz und eine stärkere Kontrolle der Finanzmärkte.
Wie es aus Teilnehmerkreisen am Rande des Treffens hieß, sollen "alle Finanzmärkte, Finanzprodukte und Marktteilnehmer" lückenlos beaufsichtigt und reguliert werden. Bei ihrem Vorbereitungstreffen für den nächsten Welt-Finanzgipfel am 2. April in London erteilten die EU-Spitzen dem Vernehmen nach allen protektionistischen Tendenzen eine klare Absage. Die führenden EU-Nationen wollen ferner den Druck auf internationale Steueroasen und unkooperative Finanzzentren erhöhen. Im Gespräch sind Sanktionen gegen einzelne Staaten bei unzureichender Hilfe im Kampf gegen Steuerflucht und Geldwäsche.
Gelesen bei Handelsblatt.com Sonntag, 22. Februar 2009
Lassen die USA Auslandsfirmen gegen die Wand fahren, um Überleben der eigenen maroden Industrie zu verlängern?
Gehen deshalb diese Woche bei Opel die Lichter aus? Das letzte Foul, made in USA: Eigene Firmen retten, indem man ausländische Tochterfirmen in die Insolvenz drängt.Der amerikanische Finanzminister Hank Paulson hat letztes Jahr die Bank Lehman Brothers in die Insolvenz geschickt. Er wollte damit demonstrieren was passiert, wenn eine große Investmentbank Pleite geht. Ausserdem sollten weltweit die Regierungen dazu bewegt werden, möglichst viele Banken durch Staatsgarantien und Finanzspritzen am Leben zu erhalten. Ein weiterer nicht zu unterschätzender Grund, ausgerechnet Lehman zu opfern: Die Bank war vornehmlich im Ausland engagiert; der Nachteil für die US-Amerikaner ist damit verhältnismäßig klein ausgefallen! Eine ganz ähnliche Situation steht nun wieder zur Debatte: Täglich wird darüber entschieden ob und wie der US-Autokonzern General Motors (GM) gerettet werden kann. Auch hier ziehen wieder die US-Politiker die Fäden. Im Visier ist natürlicht nicht der Stammkonzern in Detroit, sondern die Töchterfirmen im europäischen Ausland. So wurde Saab bereits in die Insolvenz gedrängt. Opel steht ebenfalls auf der Kippe. Dass man die deutsche Traditionsmarke fallenläßt, ist aus Sicht der Amerikaner eine bereits ausgemachte Sache.
Der Mutterkonzern GM hätte dadurch die Möglichkeit, sich gesund zu schrumpfen, die deutsche Forschungsabteilung in die USA zu holen, und in Deutschland eine Ruine zurückzulassen. Die Kosten trüge hierfür wieder der deutsche Steuerzahler: Wahlweise sind zwei Szenarien vorstellbar:
Da sich kein Käufer oder Investor findet, könnte die Bundesregierung die Opelfabriken mit einer Milliardeninvestition kaufen. Das Problem ist hierbei, dass beispielsweise die Blechteile von einer GM-Fabrik in Südamerika geliefert werden. Ohne GM als globale Zentrale ist Opel nicht produktionsfähig. Die einzige plausible Lösung scheint im Moment eine geordnete Insolvenz. Auch hier zahlt der Steuerzahler die Zeche: denn ein Aus für Opel bedeutet auch ein Aus für unzählige Zulieferer; was blitzartig hunderttausende Arbeitslose zur Folge hätte. Mit entsprechenden Kosten und - auf lange sicht - sozialen Missständen.
Die Amerikanier stört es indes nicht: Wenn die europäischen Automobilwerke verschwinden, ist es der US-Regierung einmal mehr gelungen, die Folgen (sprich:Kosten) eines wirtschaftspolitischen Versagens ins das Ausland zu verschieben.